Dieses Forum verwendet Cookies!
Sie erklären sich damit einverstanden, wenn Sie dieses Forum nutzen. Mehr Infos

Makro-Objektive

Kameras, Objektive, Computer...
Claudio
Two-Star-Member
Two-Star-Member
Beiträge: 133
Registriert: Do 12. Jan 2017, 17:39
Wohnort: Berlin

Makro-Objektive

Beitragvon Claudio » Fr 3. Feb 2017, 11:02

Meine Frau fotografiert mit einer Nikon D5100 und nutzt für ihre Makroaufnahmen bisher das "normale" 18-55er Objektiv. Nun will sie sich ein 85er Makro-Objektiv zulegen. Unsere bisherigen Erfahrungen beim Makro-Fotografieren sind folgende:

Automatik: Die Bilder sind gut ausgeleuchtet, haben aber kaum Tiefenschärfe
Kleine Blende: Die Bilder haben eine schöne Tiefenschärfe, sind aber sehr, sehr dunkel, weil nicht genug Licht einfällt

Beheben spezielle Makro-Objektive dieses Problem? Oder was ist ihre Stärke gegenüber Nicht-Makros? Sollte man das Objektiv durch einen Ring-Blitz ergänzen?

Bisher bekomme ich die Aufnahmen mit Photoshop so gut korrigiert, dass sie zum Beispiel von Adobe angenommen werden. So ganz schlecht sind sie vermutlich also nicht. Trotzdem ist das natürlich der falsche Weg. Dank Anfängerstatus sind wir uns aber nicht sicher, ob unser Problem durch ein Makro-Objektiv behiben wird. Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps. :)



Benutzeravatar
FujiSL
Six-Star-Member
Six-Star-Member
Beiträge: 1028
Registriert: Sa 18. Jan 2014, 08:52

Re: Makro-Objektive

Beitragvon FujiSL » Fr 3. Feb 2017, 12:32

Interessantes Thema bin auch noch immer auf der Suche nach einem Makro für meine Nikon.
Stockfotografie ist ein bisschen so wie das Sammeln von Pfandflaschen,
nur auf einem höheren Niveau ;)

outdoorpixel
Active-Member
Active-Member
Beiträge: 93
Registriert: Di 11. Okt 2016, 13:12
Wohnort: Niederbayern
Kontaktdaten:

Re: Makro-Objektive

Beitragvon outdoorpixel » Fr 3. Feb 2017, 13:37

@ Claudio
Ich bin nicht wirklich ein Makro-Experte und habe mit Makros auch immer meine Problemchen.
Bei einer kleinen Blende kannst Du ja das Licht mit der Verschlusszeit und/oder dem ISO-Wert regulieren.
Unter Umständen ist dann ein Stativ sinnvoll.
Ein Stativ ist bei Makro sowieso zu empfehlen, da die Gefahr des Verwackelns doch sehr groß ist.

Der Vorteil eines Makro-Objektivs ist, das Du sehr viel näher an das Motiv rangehen kannst - und das Objektiv kann immer noch scharf stellen.
Bei Nicht-Makro-Objektiven kommst Du gar nicht nahe genug an Dein Motiv um eine echte Makro-Aufnahme erstellen zu können (Objektiv kann bei zu geringer Distanz nicht mehr scharf stellen).

Eventuell kommst Du auch mit der Technik des Focus Stackings weiter - google mal nach den Begriff.

Claudio
Two-Star-Member
Two-Star-Member
Beiträge: 133
Registriert: Do 12. Jan 2017, 17:39
Wohnort: Berlin

Re: Makro-Objektive

Beitragvon Claudio » Fr 3. Feb 2017, 15:23

@Outdoorpixel: Vielen Dank zum Stichwort Focus Stacking. Das hatten wir noch nie gehört und es liest sich sehr interessant. Müssen wir mal testen. :)

Das Thema Stativ ist bei uns etwas schwierig umzusetzen. Meine Frau findet die tollsten Insekten, Käfer etc. prinzipiell irgendwo im Gebüsch oder in luftiger Höhe auf einer Blume. Da ist eher Freihandfotografie angesagt, was das Nicht-Verwackeln bei kleiner Blende schon fast unmöglich macht. Deshalb hatten wir die kleine Hoffnung, dass Makro-Objektive vielleicht auch etwas mehr Licht "sammeln".

Benutzeravatar
FujiSL
Six-Star-Member
Six-Star-Member
Beiträge: 1028
Registriert: Sa 18. Jan 2014, 08:52

Re: Makro-Objektive

Beitragvon FujiSL » Fr 3. Feb 2017, 19:42

Was haltet ihr denn von dem Objektiv AF-S VR Micro-Nikkor 105mm f/2.8

allerdings hat es auch seinen Preis
Stockfotografie ist ein bisschen so wie das Sammeln von Pfandflaschen,
nur auf einem höheren Niveau ;)

dirkr
Two-Star-Member
Two-Star-Member
Beiträge: 135
Registriert: Mo 16. Apr 2012, 13:14

Re: Makro-Objektive

Beitragvon dirkr » Sa 4. Feb 2017, 01:09

Die generellen Zusammenhänge von Blendenöffnung und Lichteinfall (und damit Belichtungszeit) sind unabhängig vom Objektiv, das ist reine Physik.
Da gibt es keine Objektive, die bei kleiner Öffnung "mehr Licht sammeln".

Das Problem bei Makros ist, daß die Schärfentiefe bei kleinen Abständen zum fotografierten Objekt sinkt - und man daher die Blende schließen muß, also braucht man längere Belichtungszeiten, damit noch genug Licht ankommt. (Genauer: die Schärfentiefe hängt vom Abstand, der Brennweite, der Blende und der Sensorgröße ab. Kann man sich z.B. hier: http://www.dofmaster.com/dofjs.html anschaulich berechnen).

Wenn ein Stativ keine Lösung ist, dann hilft nur mehr (künstliches) Licht. Oder, soweit die Kamera das mit guter Qualität zulässt, eine höhere ISO Einstellung.

Ein Makro-Objektiv hilft da nicht, das hat aber den Vorteil einer (viel) geringeren Naheinstellgrenze, was erst den gewünschten hohen Abbildungsmaßstab (ein Makro-Objektiv sollte eigentlich bis zu 1:1 können) erlaubt.

Claudio
Two-Star-Member
Two-Star-Member
Beiträge: 133
Registriert: Do 12. Jan 2017, 17:39
Wohnort: Berlin

Re: Makro-Objektive

Beitragvon Claudio » Sa 4. Feb 2017, 13:58

@Dirkr: Danke für die ausführliche Antwort. :) Irgendwie dachte ich in meiner Unwissenheit, man könne bei den Objektiven das vorhandene Licht mit Spiegeln und Linsen aufwändiger, aber halt besser nutzen. Dann werden wir vielleicht doch mal so einen Ring-Blitz testen.


Zurück zu „Hardware“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast