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Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 09:04
von Ralf
Claudio hat geschrieben:Würden wir das gegenrechnen, müssten wir noch was wiederbekommen.


Genau das ist ja der interessante Aspekt dabei, das Ganze als Steuersparmodel zu nutzen ;) Man müsste nur glaubhaft belegen, dass man nicht dauerhaft ausschließlich Kosten produziert.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 10:22
von Heiko Küverling
Mal interessiert nachgefragt: Wofür benötigt man bei den Stockfotoeinnahmen von €1000 (ist auch für das Finanzamt noch Hobby) ein kostenpflichtiges Buchhaltungsprogramm und ein eigenes Konto :o Übersehe ich da etwas?

Also ich gebe einmal im Jahr (wenn die Steuererklärung ansteht) die Steuerbescheinigungen, die man sich von den einzelnen Agenturen herunterladen kann mit ab und das wars. Nix Buchhaltungsprogramm und auch kein extra Konto.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 11:20
von Claudio
Ralf hat geschrieben:
Claudio hat geschrieben:Würden wir das gegenrechnen, müssten wir noch was wiederbekommen.


Genau das ist ja der interessante Aspekt dabei, das Ganze als Steuersparmodel zu nutzen ;) Man müsste nur glaubhaft belegen, dass man nicht dauerhaft ausschließlich Kosten produziert.

Das Problem war bei einem Freund, dass der irgendwann in den Gewinnbereich kam und das Finanzamt bis zur Verjährung alle bis dahin gesparten Steuern zurückforderte, weil das Hobby im Nachhinein dann kein Hobby war. Dazu habe ich wegen der paar Euro keine Lust. :?

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 12:38
von Steffi
Ich habe ein Kleingewerbe angemeldet und gebe einmal im Jahr meine Steuererklärung ab. Mit dementsprechender Gewinn- und Verlustrechnung. Das zusammen mach ich mit Smartsteuer. Das sind keine Mehrkosten, da ich meine Steuererklärung ja eh einreichen muss. Bis jetzt waren die Ausgaben größer und ebenso meine Steuerrückzahlung :D

Ein Buchhaltungsprogramm benutze ich auch nicht, das abheften der Unterlagen schaffe ich auch so :lol:

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 16:20
von Gerfried
Claudio hat geschrieben:
Ralf hat geschrieben:
Claudio hat geschrieben:Würden wir das gegenrechnen, müssten wir noch was wiederbekommen.


Genau das ist ja der interessante Aspekt dabei, das Ganze als Steuersparmodel zu nutzen ;) Man müsste nur glaubhaft belegen, dass man nicht dauerhaft ausschließlich Kosten produziert.

Das Problem war bei einem Freund, dass der irgendwann in den Gewinnbereich kam und das Finanzamt bis zur Verjährung alle bis dahin gesparten Steuern zurückforderte, weil das Hobby im Nachhinein dann kein Hobby war. Dazu habe ich wegen der paar Euro keine Lust. :?


Gleich vorneweg, bin kein Steuerberater, deshalb hier meine persönliche Meinung im weiten Feld des Steuerrechtes, dies ist ausdrücklich keine rechtliche Beratung.

Wenn jemand ein Gewerbe anmeldet und Verluste produziert, das Finanzamt zahlt brav Steuern zurück, wird es irgendwann den Nachweis einer Gewinnerzielungsabsicht verlangen. Gegeben falls eine Frist setzten bis wann ein Gewinn nachgewiesen werden muss.
Sollte dieser Nachweis nicht gelingen wird es das Gewerbe als Liebhaberei einstufen und d a n n die erstatteten Steuern zurück verlangen.
Im Fall eines tatsächlich erzielten Gewinns sind die erstatteten Steuern zurecht erstattet worden und n i c h t zurück zu zahlen.

Weiterer Tipp von mir, im Zweifelfall direkt beim Finanzamt anfragen oder beim Steuerberater Eures Vertrauens.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 20:22
von Jan von nebenan
Hallo,

so wie Gerfried es erklärt, hat es mir auch meine Steuerberaterin gesagt, ich soll die Ausgaben von meiner Fotoausrüstung auf keinen Fall einbuchen, es sei den ich mach endlich gescheite Stockfotos welche die kosten meiner Ausgaben decken, bis dahin bleibt es Liebhaberei.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 20:36
von Claudio
Gerfried hat geschrieben:Wenn jemand ein Gewerbe anmeldet und Verluste produziert, das Finanzamt zahlt brav Steuern zurück, wird es irgendwann den Nachweis einer Gewinnerzielungsabsicht verlangen. Gegeben falls eine Frist setzten bis wann ein Gewinn nachgewiesen werden muss.
Sollte dieser Nachweis nicht gelingen wird es das Gewerbe als Liebhaberei einstufen und d a n n die erstatteten Steuern zurück verlangen.
Im Fall eines tatsächlich erzielten Gewinns sind die erstatteten Steuern zurecht erstattet worden und n i c h t zurück zu zahlen.

Spannend und wieder was gelernt. Entweder haben sie ihn auf die Rolle geschoben (wäre ja nicht der erste falsche Bescheid) oder ich habe es einfach falsch herum verstanden (was ich natürlich auch nicht ausschließen kann :mrgreen: ).

Ich selbst hatte ja mit unserem zuständigen Bearbeiter beim Finanzamt gesprochen und der meinte, wir müssten es nicht anmelden, weil es Liebhaberei sei.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Di 15. Sep 2020, 23:16
von jokue
Solange ich in den ersten Jahren meines "Gewerbes" Verluste produziere, aber über kurz oder lang aus der Verlustzone rauskomme und nachhaltig einen (zu versteuernden) Gewinn mache, ist das für das Finanzamt okay. Aber wenn ich nicht nachweisen kann, dass ich in absehbarer Zeit Gewinn mache, wird es als Liebhaberei ausgelegt und damit werden alle bisher aufgelaufenen Verluste aus der Berechnung meiner Steuerergebnisse des abgelaufenen Jahre herausgerechnet.

Ist ja auch klar. Ich kann kein (separates) Gewerbe beginnen, das nachhaltig auf Verlust ausgerichtet ist, um dann damit Steuern zu sparen. Wenn ich irgendwann einmal (in nicht zu ferner Zukunft) Gewinne erziele und damit Steuereinnahmen des Staates generiere, dann werden auch Anfangsverluste akzeptiert. Aber das Gewerbe (hört sich interessant an für die bessere Flaschensammlerei) muss auf langfristige Gewinnerzielung (und damit Steuerzahlung) ausgelegt sein.

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Mi 16. Sep 2020, 09:15
von Steffi
jokue hat geschrieben:Solange ich in den ersten Jahren meines "Gewerbes" Verluste produziere, aber über kurz oder lang aus der Verlustzone rauskomme und nachhaltig einen (zu versteuernden) Gewinn mache, ist das für das Finanzamt okay. Aber wenn ich nicht nachweisen kann, dass ich in absehbarer Zeit Gewinn mache, wird es als Liebhaberei ausgelegt und damit werden alle bisher aufgelaufenen Verluste aus der Berechnung meiner Steuerergebnisse des abgelaufenen Jahre herausgerechnet.

Ist ja auch klar. Ich kann kein (separates) Gewerbe beginnen, das nachhaltig auf Verlust ausgerichtet ist, um dann damit Steuern zu sparen. Wenn ich irgendwann einmal (in nicht zu ferner Zukunft) Gewinne erziele und damit Steuereinnahmen des Staates generiere, dann werden auch Anfangsverluste akzeptiert. Aber das Gewerbe (hört sich interessant an für die bessere Flaschensammlerei) muss auf langfristige Gewinnerzielung (und damit Steuerzahlung) ausgelegt sein.


Diese Info habe ich auch. Bei mir kommt noch dazu, dass ich eine Website betreibe und auf dieser auch einen Shop.
Wenn ich auf dieser Seite bezahlte Werbung laufen lasse, muss ich in jedem Fall ein Gewerbe anmelden, egal ob ich damit Gewinn erziele.
Da das bei mir in der Vergangenheit der Fall war, habe ich eben ein Gewerbe angemeldet :D

Re: Wieviel verdient Ihr im Monat mit Stockfotografie?

Verfasst: Sa 19. Sep 2020, 09:35
von hobbystocker
Habe auch nebenberuflich Fotografengewerbe angemeldet. Die Kosten sind überschaubar. Einfache GuV Rechnung, oder in Österreich Einnahmen Ausgabenrechnung. Ein eigenes Konto für das Gewerbe dient der besseren Übersicht, ist aber nicht notwendig, bzw gibt es gratis Konto wie N26.
Mit der Gewinnzone schaut es schlecht aus. Derzeit hat mein Fotohändler eine Aktion auf Nikon Objektive, da kam ich am neuen Nikon 70-200 2,8 nicht vorbei. Das Objektiv schwirrt mir schon zu lange im Kopf rum um diese Aktion zu ignorieren.
Warum ein Gewerbe, in Österreich gibt es den Fotodesigner nicht. Da kommt man bei Stockfotografie um ein Gewerbe fast nicht herum. Sonnst könnte man von einem "Kollegen" wegen unlauterer Wettbewerb angezeigt werden was relativ teuer werden könnte. Dem Finanzamt selbst ist es nur wichtig das man die Einnahmen versteuert und eine überprüfbare Aufzeichnung führt.