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Jetzt aber wirklich!

Diskussionen zu Stockseiten allgemein
mw3600
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Jetzt aber wirklich!

Beitragvon mw3600 » Di 27. Nov 2018, 21:01

Hallo liebe Fotostock Community,
Dies ist jetzt mein dritter Beitrag (alle guten Dinge sin ja drei) und er soll jezt mir wirklich helfen. Los gehts:
vor einem halben Jahr habe ich hier schon mal eine Frage gestellt. Seit dem hat sich aber das ein oder andere geändert und auch nicht. Ich habe nämlich immer noch nicht mit dem Fotostock angefangen ;).
Wie dem auch sei, soll sich das jetzt ändern. In meinem Ursprünglichen Post (viewtopic.php?t=1741" onclick="window.open(this.href);return false;) habe ich bereit hilfreiche Antworten bekommen. Meine rechtlichen und Erwartungsfragen wurden beantwortet.

Aber das Thema Finanzen/ Finanzamt bereitet mir immer noch Kopfschmerzen. In meinem früheren Post sagt ich, dass ich Schüler sei. Das ist nicht mehr aktuell. Nachdem ich mein Abi bestanden haben (yeaaaah) habe ich im Sommer auf Lohnsteuerkarte gearbeitet und mache derzeit ein FSJ.
Wie müsste ich nun, die Einnahmen aus dem Fotostock angeben? Bin ich dann ein eigenständiger Künstler oder sollte man ein Kleingewerbe anmelden? Oder gibt man die Einnahmen einfach in der Steuererklärung an?

Beste Grüße
Markus

Claudio
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Claudio » Di 27. Nov 2018, 22:22

Du machst doch schon wieder einen neuen Beitrag auf anstatt in Deinem alten Beitrag einfach mit "Antworten" weiter zu machen. :shock:

Ansonsten machst Du Dir finanziell glaube ich falsche Vorstellungen von der Microstock-Einnahmequelle. Bis Du ein-/zweitausend und mehr Fotos bei den Agenturen hast, liegst Du finanziell in einem Bereich, wo Kinder mit so wenig Taschengeld ihre Eltern verklagen würden. ;)

Anmeldung eines Gewerbes, Steuererklärung ... das fällt alles anfangs unter Hobby. Rechnest Du mal aus, was Deine Kamera alleine als Arbeitsmittel kostet, benötigst Du vermutlich mehrere Jahre bis Du die Kosten wieder raus hast. Unsere Fotos treffen vermutlich nicht so den Mainstream wie die von manch anderen, aber wir verdienen mit ca. 2000 Fotos immer noch nicht soviel Geld, dass wir damit mal ein gutes Objektiv nebenbei kaufen könnten. Allerdings betreiben wir das Ganze auch wirklich als Hobby. :mrgreen:

comofoto
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon comofoto » Di 27. Nov 2018, 23:27

na denn, dann viel Spaß !
Unter finanziellen Gesichtspunkten wird es schwierig, wirklich so viel Geld zu verdienen, dass es sich lohnen würde,
ernsthaft über eine Anmeldung als Künstler oder auch nur Kleingewerbetreibender nachzudenken.
Die Stockfotografie in der heutigen Form unterscheidet sich hinsichtlich der Erträge massiv von dem, was noch
vor ein paar Jahren der Fall war.
Bis es zu einem wirklich interessanten Ertrag kommt, der in der Steuererklärung anders zu deklarieren wäre als
eine reine Nebenbei-Einnahme aus Hobby, musst Du liefern, liefern, liefern.

Ich habe jetzt 6000 Bilder oben und vom Ertrag könnte ich nicht ansatzweise leben. Früher hat man mal als
Durchschnitt angenommen, dass ab 5000 Bildern ein Leben rein von der Stockfotografie möglich sein könnte, wenn auch sehr bescheiden.
Das ist heute nur noch in ganz wenigen Ausnahmefällen so (bei mir ganz und garnicht).

Heisst im Klartext: Fange an zu fotografieren, lade bei einer oder mehreren Agenturen hoch und schau Dir an, was dabei herumkommt.
In aller Regel ist bei einer hohen Erwartungshaltung Enttäuschung vorprogrammiert.
Viele Beispiele findest Du hier im Forum, wenn Mitglieder mehrere hundert oder gar tausende Bilder oben haben und sich dann
berechtigt über die seltenen Fälle freuen, wenn sie zwei, drei oder vier davon an einem Tag verkaufen -und das dann meist auch noch
zu 0.36€ pro Bild bei Fotolia/Adobe.
Größere Beträge sind Ausreisser, über die man sich ein Loch in den Bauch freuen kann, aber das
passiert genauso oft wie es Weihnachten wird.

Sieh es unter Hobbygesichtspunkten, weil die Fotografie samt ihrer Ergebnisse Spaß macht und
melde dem Finanzamt am Ende des Jahres den Gesamtertrag, der sich mit ziemlicher Sicherheit im ersten und
zweiten Jahr irgendwo -und dazu braucht es schon Glück- im knapp dreistelligen Bereich bewegen wird.
Alles Andere wäre schon fast ein Wunder, denn täglich stehen Tausende auf, die sich ein Zubrot aus
der Stockfotografie versprechen. Nur so kommt es zu den ca. hunderttausend neuen Bildern, die
alleine bei jeder der großen Agenturen jeden Tag hochgeladen werden. Und jeden Tag werden es mehr.......
Fotolia:Comofoto

Avalon
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Avalon » Mi 28. Nov 2018, 06:54

Am besten Du fragst beim Finanzamt direkt nach, wie sie das handhaben. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Bei einigen sind 400 Euro im Jahr noch Hobby, bei anderen 600 Euro (Mehr wird es wohl am Anfang nicht werden). Dann ist auch noch entscheidend, ob sie Dich als Künstler oder Gewerbetreibenden einstufen. Da sind sich die Ämter auch nicht ganz einig. Aber wie gesagt, um auf der sicheren Seite zu sein, frag einen Anwalt oder eben das FA direkt.

Claudio
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Claudio » Mi 28. Nov 2018, 08:44

Avalon hat geschrieben:Aber wie gesagt, um auf der sicheren Seite zu sein, frag einen Anwalt oder eben das FA direkt.

Der Anwalt nimmt dann für die Beratung locker das, was Du mit etwas Glück und Fleiß im ersten Jahr verdient hast. :mrgreen:

Im Ernst: Erstens muss man wirklich keinen Anwalt vorab befragen, weil die Einkünfte anfangs im knappen Taschengeldbereich liegen - alles andere würde mich sehr wundern. Zweitens macht man eine Steuererklärung im Nachhinein und kann gelassen abwarten, was herauskommt und dann immer noch fragen. Und drittens bist Du als Fotograf kein Gewerbetreibender, sondern Freiberufler. Dazu musst Du Dich nirgends anmelden (Link).

Mit welchen Einnahmen rechnest Du denn?

spiegel
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon spiegel » Mi 28. Nov 2018, 11:20

Ja, stimme Claudio grdstzl. zu.

Trotzdem alle Quittungen für alles, was mit den Fotos zu tun hat, aufbewahren.
Also Objektive, Filter, Speicherkarten, aber auch Software und ggf. Hotel- und Fahrtkostenrechnungen.
Im Zweifelsfall solltest du dich damit, wenn es sein muss, auf 0 rechnen können, zumindest, solange du noch unter 10000 Bildern liegst.

Pilotton
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Pilotton » Mi 28. Nov 2018, 12:53

mw3600 hat geschrieben:Hallo liebe Fotostock Community,
...
Ich habe nämlich immer noch nicht mit dem Fotostock angefangen ;).
...


Wie viele Fotos würdest du denn anbieten, wenn du startest?

Fang erstmals an. Danach wirst du noch genügend Zeit haben, um die Sache mit dem Finanzamt zu klären, also bis du die ersten Auszahlungsgrenzen erreichen wirst. Rechne erstmals mit mindestens einem Jahr dafür.

Avalon
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Avalon » Mi 28. Nov 2018, 14:06

Claudio hat geschrieben:
Avalon hat geschrieben:Aber wie gesagt, um auf der sicheren Seite zu sein, frag einen Anwalt oder eben das FA direkt.

Der Anwalt nimmt dann für die Beratung locker das, was Du mit etwas Glück und Fleiß im ersten Jahr verdient hast. :mrgreen:

Im Ernst: Erstens muss man wirklich keinen Anwalt vorab befragen, weil die Einkünfte anfangs im knappen Taschengeldbereich liegen - alles andere würde mich sehr wundern. Zweitens macht man eine Steuererklärung im Nachhinein und kann gelassen abwarten, was herauskommt und dann immer noch fragen. Und drittens bist Du als Fotograf kein Gewerbetreibender, sondern Freiberufler. Dazu musst Du Dich nirgends anmelden (Link).

Mit welchen Einnahmen rechnest Du denn?


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spiegel
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon spiegel » Mi 28. Nov 2018, 15:40

Passt.

Als Freiberufler gelten jene Fotografen, die als Künstler oder Bildjournalist arbeiten. Handelt es sich bei den Fotografien um keine Auftragsarbeiten, sondern um ästhetische Bilder, welche ein Mindestmaß an eigenschöpferischer Gestaltung beinhalten, kann diese Arbeit als Kunst ausgelegt werden. Auch Bildberichterstatter und Bildjournalisten werden in der Regel als Freiberufler eingestuft.


Da Stockfotografie so ziemlich das Gegenteil von Auftragsarbeit ist, sind wir alle sowas wie freischaffende Künstler.
Also keine Gewerbeanmeldung.

Avalon
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Re: Jetzt aber wirklich!

Beitragvon Avalon » Mi 28. Nov 2018, 17:09

spiegel hat geschrieben:Passt.

Da Stockfotografie so ziemlich das Gegenteil von Auftragsarbeit ist, sind wir alle sowas wie freischaffende Künstler.
Also keine Gewerbeanmeldung.


Na Künstler sind wir alle so oder so. :up: Egal wie andere das sehen! :lol:


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